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Geschichte Gemeinde Dürnau

Die ältesten Besiedelungsspuren auf der Dürnauer Gemarkung reichen bis in die Mittlere Steinzeit zurück. In einer Urkunde aus dem Jahre 1171 wird Dürnau erstmals schriftlich erwähnt. (Ludwicus de Dornon). Anno 1287 erhält Ludwig von Hornstein, zu Neufra gesessen, vom Grafen Heinrich in Dürnau einen Hof zu eigen, was daraus schließen läßt, das unser Ortsadel bereits ausgestorben war. Anno 1353 waren in Dürnau alles in allem 20 Höfe angesiedelt.

Im Jahre 1802 wurde dem Fürsten von Thurn und Taxis unter anderem die Souveranität über unsere Gemeinde erteilt. Anno 1808 wurden wir zusammen mit dem Fürstlich Taxischen Vereinigten Patrimonial Buchau dem Oberamt Riedlingen zugeschlagen. Dieses Obervogteiamt wurde 1849 aufgelöst. Riedlingen hatte auch seit 1818 sein erstes Amtsgericht.

Beim Oberamt Riedlingen verblieb Dürnau bis zur Schaffung des Kreises Saulgau im Jahre 1938. Dieser Kreis Saulgau fiel am 01.01.1973 der damaligen Kreisreform zum Opfer und die Gemeinde wurde dem Kreis Biberach zugeschlagen. So viel in kurzen Auszügen zur Geschichte der Gemeinde Dürnau.

Das Schlößlebühl

Die Gründung unseres Dorfes kann nur in Zusammenhang mit der uralten Straße gesehen werden, welche über die Schwäbische Alb her kommend über Dürmentingen – Kanzach und Dürnau nach Allmannsweiler führt und weiter Richtung Süden verläuft. Sie wird in einer Urkunde von 1577 „Heerstraße“ genannt. Von der Anlage der Straße her und auch wegen der außergewöhnlichen Breite des Straßenkörpers (7,50m), auch bestärkt durch die Funde von Dürnau ist dies gesichert der Römischen Vorherrschaft zuzuschlagen.

Die strategische Lage des Schlößlebühl war für die Römerherrschaft auch nur zu verlockend und einzigartig. Es war Brauch bei den Römern ihre Straßen durch Wachtürme zu sichern, die imstande waren Lichtsignale auszutauschen. Der Bussengipfel trug ebenfalls solch ein kleines Schlößle. Wenn wir die geographischen Gegebenheiten genau betrachten, fällt auf, dass das Schlößlebühl als höchster Punkt unserer Gemarkung mit 636,4 m ü.N.N. wie ein Eckpfeiler im Oberen Wald steht.

Es ist daher naheliegend, das Schlößlebühl als sogenannte Straßenwacht anzunehmen, welche mit dem Dorf nicht sehr viel zu tun hatte oder sogar noch älter ist. Um eine weitere Erklärung besser verstehen zu können, in Kürze die uralte Überlieferung der Dürnauer Sage vom Schlößlebühl „In ganz alten Zeiten stand dort ein Schloß". Wertvollstes Stück der Schätze des Besitzers war ein goldenes Kegelspiel. Aufbewahrt wurden die Schätze in einem zum Bussen führenden unterirdischen Gang. Eines Tages brannte das Schlößle ab, danach wurde der Burgherr nie mehr gesehen und niemand fand wieder den Eingang zum unterirdischen Gang und damit zu den Schätzen die seitdem dort harren. Es liegt der Schluss nahe, dass das Schloss als hauptsächliche Station für Lichtsignale diente und nicht als unkommoder Wohnort für den Dürnauer Ortsadel.

Das Dürnauer Freibad

Im Jahre 1938 würde in einer Bürgerversammlung der Bau eines Freibades beschlossen. Die Arbeit sollte auf freiwilliger und unentgeltlicher Basis in der Verlängerung des Sportplatzes auf westlicher Seite erfolgen. Man begann mit den Arbeiten am 13.Juli 1938, also in der Zeit zwischen „Heuet und Ährnet“. Mit der Bauleitung wurde Franz Xaver Müller betraut.

Es entstand ein Becken von 30m x 9m mit einem schräg abfallenden Boden, die Zuleitung war eine 400m lange Drainagenröhre mit 12cm Durchmesser und einem 30m langen Ablauf in den Krumbach. Die maximale Badetiefe im Bad waren 2,10m und es war sogar schon mit einem schönen Sprungbrett versehen. Für das neue Bad herrschte vor allem an den Abenden, nach getaner Arbeit Hochbetrieb. Dann kam der Krieg und das Bad blieb sich z. T. selbst überlassen.

1945 wurde noch oder auch wieder fleißig gebadet, dann aber hat ein Bauer bei Drainagearbeiten die Zuleitung durchbrochen und das Bad verschlammte nach und nach. Bei der Errichtung der damaligen Pumpstation im Jahre 1962 wurde noch einmal die Idee aufgegriffen ein modernes Schwimmbad in Dürnau zu bauen. Mit der alten Wasserleitung wäre genügend Wasser vorhanden gewesen, man konnte sich letztendlich aus finanziellen Gründen nicht dazu entschließen. Geblieben sind letztendlich die schönen Erinnerungen unserer älterer Mitbürger und die amtliche Badeordnung aus dem Jahre 1939.

Wasserversorgung Dürnau

Bevor die erste Wasserleitung gebaut wurde, bezogen die Bürger der Gemeinde und vor allem die Bauern das nötige Trink- und Brauchwasser aus Pumpbrunnen, welche sich in oder an den Häusern befanden. Der Wunsch nach fließendem Wasser nahm Ende des 18. Jahrhunderts immer deutlicher Gestalt an. Im Januar 1899 taten sich 16 Interessenten zu einer Genossenschaft zusammen, mit dem Ziel eine eigene Wasserleitung zu bauen, damals noch ohne Beteiligung der Gemeinde.

Nach mehreren Versuchen an verschiedenen Quellfassungen ging die Wasserausschüttung immer drastisch zurück und die Niedergeschlagenheit der Genossenschaftsmitglieder war sehr groß. Von März bis Mitte Mai im Jahre 1900 wurde unter Mithilfe von 10 Italienern intensiv gearbeitet und die erste Wasserleitung in Dürnau war in den unteren Häusern sehr ordentlich, in den höher gelegenen weniger gut.

Im Jahre 1961 wurde das Ing. Büro Faßnacht aus Bad Wurzach mit der Planung einer neuen Wasserleitung beauftragt. Bei Verhandlungen der Genossenschaft mit der Gemeinde übernahm diese die damaligen Kosten für die Wasserversorgung samt Neubau ( rund 300.000 DM ) komplett und am 28.07.1962 konnte das Wasserfest gefeiert werden. Im Herbst 1975 wurden in alle Häuser Wasseruhren eingebaut, zuvor wurde der Wasserpreis pauschal berechnet.

Das Wasser zum Dorfbrunnen beim Rathaus kommt jetzt noch von der alten Leitung der ehemaligen Genossenschaft. Schon im Jahre 1980 war der Wasserverrauch so stark angestiegen, dass eine neuerliche Bohrung bis auf 42m Tiefe niedergebracht wurde um das Ortsnetz zu stärken. Betrug der Wasserverbrauch im Jahre 1963 noch 18.000m3, so stieg er bis zum Jahre 1986 auf 29.000m3.

Dorf beim Turm

Das Wappen: Der Turm auf dem Schlößlebühl erlaubt es uns ganz einfach und zwanglos unseren Dorfnamen zu erklären: Dürnau = Dorf beim Turm. Das keltische Wort „durum“, oder ein anderes keltisches Wort „dur“, welches bedeutet „wasserreiche Gegend“. Auch diese Deutung würde in unserem Falle zutreffen.

Beides bezieht sich auf keltische Wörter und würde dem Dorf somit ein hohes Alter bescheinigen. Die Endsilbe „au“ bedeutet im keltischen soviel wie „von Wasser umschlossen“, ( Bierstetter Bach und Krumbach )

Schöne Umgebung

Die schöne Umbegung mit Moor und Riedwiesen. den Naturschutzgebieten vom Blinden See und dem Federsee, vielen tausend ha Wald und einem gut ausgebauten Netz von Rad- und Wanderwegen macht Dürnau auch wegen seiner verkehrsgünstigen Lage zu einer beliebten Wohngemeinde.